Femdom-Partys – als Singlemann Freiwild sein und erst noch teuer bezahlen?

Sub Jo fragt:

Guten Abend Lady Rose,

Ich hätte ein paar Fragen zu Femdompartys, da ich bisher noch auf keiner gewesen bin und mir die Art und Weise, wie manche Veranstalter um ihre Gäste werben – insbesondere um devote Männer – Sorgen bereitet.

Was erwartet einen als devoter Singlemann auf einer Femdomparty?

Muss man damit rechnen, dass man sich für Dinge hergeben muss, die man eigentlich gar nicht will, bzw. wird man dort tatsächlich als Freiwild gesehen, wie es manche Veranstalter in etwa darstellen?

Ich finde es nämlich wirklich bedenklich, wie abschätzig viele Veranstalter von Femdompartys über ihre devoten Besucher schreiben.

Zuletzt fände ich auch noch wissenswert, warum so viele Partys so absurd hohe Preise von Singlemännern verlangen? Irgendwie habe ich nämlich den Eindruck, dass man als devoter Mann auf diesen Veranstaltungen gar nicht gewollt ist.

Ich hoffe Sie können mir helfen und meine Unsicherheiten aufklären.

Lieber Jo

Danke für deine Frage, welche viele devote und masochistische Solomänner bewegt. Gerne möchte ich darauf eingehen und das Thema differenziert betrachten.

Femdomparty ist nicht gleich Femdomparty

Private Anbieter bieten oftmals kleine Femdompartys an, bei der die Besucherzahl begrenzt ist. Kommerzielle Anbieter legen hingegen den Fokus auf einen guten Verdienst und bieten Grossanlässe an, welche rentabel ausfallen müssen. Je nach Grösse der Veranstaltung ist die Werbung aggressiver, bunter und mit Klischees untermalt, um das Publikum in gewünschter Anzahl hinzubekommen. Ob Partyveranstalter darüber hinaus auch Damen zur Verfügung stellen, welche Malesubs animieren sollen, lässt sich nur durch sehr aufmerksames Lesen der Veranstaltungsinformationen erahnen. Allenfalls bleibt die Möglichkeit offen, anzufragen, ob auf der Party auch Dominas anzutreffen sind.

Private Femdom-Partys

Zu jeder Veranstaltung gibt es zahlreiche Informationen, sowohl für FemDoms als auch für Subs und die Möglichkeit, die Veranstalter anzuschreiben. Ich kenne seriöse Veranstalterinnen, welche Einzelmänner im Vorfeld treffen, um sicher zu gehen, dass sich der Solosub wirklich für Femdom interessiert und weiss, worauf er sich einlässt. Es ist sehr unangenehm, wenn an einer kleinen Party plötzlich vermeintliche Subs beginnen, sich dominant, laut und rücksichtslos zu benehmen und das Gefühl haben, die Frauen antatschen zu dürfen. Alles schon erlebt. Natürlich kann nicht jede Veranstalterin, beziehungsweise jeder Veranstalter solche Mühen auf sich nehmen; jedoch können schon aus dem Profil deutliche Merkmale dafür sprechen, ob ein Singlemann zu der Party passt oder nicht.

Weiter erlebe ich es an privaten Partys so, dass die Singlemänner oft vorgestellt werden in der Gruppe; sie dürfen von sich etwas erzählen, müssen sich vielleicht auch zeigen, ohne dass jedoch etwas passiert. Die Damen stellen Fragen und der Singlemann wird aufgefordert, seine Tabus zu nennen und etwas von seinen Erfahrungen preiszugeben.

Es wird klar kommuniziert, dass es keine Garantie für den Singlemann gibt, bespielt zu werden. Die Tabus des Subs werden selbstverständlich eingehalten. Die FemDoms reden mit den Jungs und wenn etwas Magisches entsteht, dann haben sich Zwei oder Drei getroffen, bei denen es gerade passt.

Übergriffe habe ich bisher seitens FemDoms zu Sub noch nie angetroffen. Das Verhalten von FemDoms ist in der Regel locker; sie sind nicht als Jägerinnen unterwegs, die einen Sub erlegen möchten. Sie sind eher wie Katzen unterwegs, die gerne mit den Mäuschen spielen, ohne sie jedoch kaputt zu machen und zu fressen. Es gibt keinerlei Grund zur Sorge; ein Singelsub wird immer mit nötigem Respekt behandelt und seine Grenzen werden eingehalten.

Kommerzielle Femdom-Partys

Bei kommerziellen Veranstaltungen müssen die Quoten stimmen. Bereits die Werbung für diesen Event kosten sehr viel Geld, denn die Werbung läuft meistens nicht nur über eine erotische Plattform, sondern auch über die Lokalität, in der diese stattfindet. Oft haben Veranstalter auch eigene Webseiten zu ihren Veranstaltungen.

Hier ist es wichtig zu erfahren, wer genau die Veranstalter sind. Im Programm der Veranstaltung lässt sich oft auch herauslesen, ob nicht nur DJ’s sondern auch Dominas anwesend sein werden.

Bei der Werbung ist es sehr schwierig das Zielpublikum zu erreichen. Deshalb wirbt man mit dem, was Männer üblicherweise von Dominas erwarten, und bedient ganz einfach Klischees. Da können durchaus Sätze geschrieben werden wie:

Du bist Freiwild für die Damen!

Du hast zu gehorchen und zu schweigen!

Du wirst leiden müssen!

Oft sind das rein rhetorische Sätze, welche Damen und Herren anheizen sollen. Solche heiss gekochten Suppen werden aber generell nur lauwarm gegessen. Es gehört zur Werbung. Allerdings relativieren auch solche Veranstalter in den Informationen die Werbeslogans, indem sie beispielsweise formulieren:

Gespielt wird ausschliesslich bei klarem Verstand und gegenseitigem Einverständnis, Tabus werden respektiert!

Als Grundregel gilt: Weder Dame noch Sklave MUSS irgendetwas tun. Ein NEIN ist ein NEIN!!!

In dieser Nacht ist alles möglich!!! (solange es den Regeln von SSC folgt.)

Man dürfte also guten Gewissens sagen: Hunde, die Bellen, beissen nicht. Da darf der Singlesub ohne Angst und Schrecken hingehen und hoffen, auf nette Ladys zu treffen. Allerdings muss der Solosub auch selbstsicher und stark genug sein, um sofort klarzustellen, wenn etwas zu passieren droht, was ihm nicht gefällt und er nicht will. FemDoms können leider nicht hellsehen.

Eine grosse Party bietet Anonymität, jedoch ist es eher schwierig Anschluss zu finden. Wenn der Veranstalter keine Aktivitäten anbietet, welches das Kennenlernen ermöglicht, ist Geduld gefragt. Natürlich hilft ein tadelloses Benehmen und eine sympathische Erscheinung, um von einer FemDom gefunden zu werden.

Klischees erfüllen

Es ist leider nicht von der Hand zu weisen, dass sowohl Veranstalter wie auch FemDoms manchmal glauben, die Klischees bei ihrem Auftritt bedienen zu müssen. Die strenge Domina, die ihrem Sub befiehlt zu kriechen und mit mehr Schein als Sein laut, aggressiv und unerbittlich auftritt und immer wieder betonen muss, dass da unten nur die Würmchen sind und da oben sie, die alleinige Herrscherin. Ja, das ist Klischee.

Privat sind FemDoms sind starke und souveräne Frauen, die mit leisen Worten den Weg weisen. Sie wissen was sie wollen und wie sie es bekommen. Aber sie wollen ihren Sub nicht krankhaft unterdrücken oder brechen. Sie wollen, dass es ihm in dem, was er für sie tut und erleidet, gut geht – und das sehr selbstverständlich und ohne grosses Tamtam. Sobald geschrien und mit grossem Gezeter und im übermass aggressiv und laut gehandelt wird, um zu beweisen, dass Frau dominant ist, zweifle ich persönlich an der Selbstsicherheit und dem Selbstwertgefühl der entsprechenden Dame. Eine FemDom hat es einfach nicht nötig sich zu profilieren, denn sie ist es einfach.

Preise

Es erstaunt mich immer wieder, dass Debatten über den Preis entstehen. Es ist mir nicht klar, warum in diesem Gebiet die Kosten sich nicht nach Angebot und Nachfrage richten sollen. FemDom betrifft eine erotische Veranstaltung, und solche Veranstaltungen werden generell von sehr viel mehr Männern als Frauen besucht. Das ist an sich nichts Neues.

Wenn Veranstalter eine ausgeglichene Gästeschar wünschen, müssen sie zu diesem Mittel greifen. Würde der Preis gleich sein wie bei den Damen, wären die Partys in null Komma nichts mit Soloherren ausgebucht – und wer hätte etwas davon? Niemand.

Alleine über den Preis kann eine gewisse natürliche Regulation stattfinden. Die Damen sollen sich animiert fühlen an die Party zu gehen, weil es für sie erstens etwas weniger kostet und zweitens durch den Preisunterschied eine gewisse Qualitätsgarantie erreicht werden kann. FemDoms sind Frauen und es ist auch bei FemDoms so, dass sie sich eher selten dazu bewegen lassen, alleine an solche Anlässe zu gehen. Sie können nur mit Freude hingehen, wenn sie sicher sind, dass die Qualität der Party stimmt und dass die Männer nicht in überwältigender Überzahl da sind. Es sollten meiner Meinung nach nicht mehr als 10 – 20% mehr Männer da sein, als Frauen. Manchmal können sich zwei drei Freundinnen dazu entschliessen an eine FemDom-Party zu gehen, aber auch da wollen sie wissen, dass das Verhältnis Mann/Frau stimmt.

Es ist für die Damen jenseits von Gut und Böse an einer Femdomparty zu erscheinen und sich in einer deutlichen Minderzahl zu befinden, umgeben von zahlreichen, sehnsüchtigen, herumschleichenden Malesubs. Eine FemDom möchte sich vergnügen und keinen Stress haben. Sie möchte in aller Ruhe einen allenfalls passenden Anwärter finden, mit ihm plaudern und vielleicht schauen, ob etwas mehr drin liegt. Sind zu viele Männer anwesend, hat es einfach einen gegenteiligen Effekt und gibt einen Impuls, flüchten zu wollen.

Paare gleichen sich ja selber aus und es kann durchaus sein, dass es einer FemDom in einer Partnerbeziehung Spass macht, einen weiteren Sub dazu zu nehmen, aber nicht zwei, drei, vier oder fünf.

Und dasselbe gilt übrigens in meinen Augen auch für alle erotischen Plattformen. Es ist Tatsache, dass Frauen zurückhaltender sind und manchmal auch überhaupt nicht auf die Idee kommen, sich bei einer solchen anzumelden. Männer sind offensiver und sexuell auch offener als Frauen, in der Regel. Deshalb ist es nur vernünftig und schonender für die Frauen, wenn sie nicht von jedem angeschrieben werden können. Und das wird verhindert, indem Prämien verlangt werden, welche für Männer höher sind als für Frauen. Frauen will man locken und Männer sollen dürfen, wenn sie auch etwas dafür bezahlen. Damit wird ebenfalls auf eine gewisse Qualität gesetzt. Wem es wert ist etwas für die Plattform zu bezahlen, bringt auch mehr Wert als Person ein.

Nun wünsche ich dir, dass du etwas mehr Lust bekommen hast, eine Femdomparty zu besuchen, ohne Sorge um deine Sicherheit. Jeden zusätzlichen Sub, den ich bespielt habe, oder sogar für eine gewisse Zeit als Zweitsub zu unseren privaten Session eingeladen habe, habe ich auf einer Party kennengelernt.

Herzliche Grüsse

Lady Rose

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