Sub hat Probleme bei der Arbeit – wie reagieren?

Madame X fragt:

Hallo liebe Rose,
ich bin noch nicht sehr lange FemDom. Ich habe einen wunderbaren Sub. Er ist in leitender Position tätig und hat beruflich nun ein riesen Problem.
Wie kann ich ihm da am besten zur Seite stehen? Soll ich ihn bedauern oder eher fordern?
Vielen lieben Dank für deine Antwort.
LG Madame X

Liebe Madame X

Deine Frage ist sehr wichtig und viele FemDoms erleben ab und an ähnliche Situationen. Trotzdem ist es schwierig eine schlüssige Antwort zu geben. Wie du deinem Sub zur Seite stehen kannst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es kommt darauf an, wie lange ihr euch kennt, wie vertraut ihr einander seid und was für ein Problem dein Sub genau hat. Ob ihr eine Spielbeziehung führt oder in einer festen Partnerschaft lebt, ist ebenfalls entscheidend.

Spielbeziehung oder Partnerschaft?

Eine Spielbeziehung besteht aus Sessions oder zumindest auf Verabredungen im BDSM-Kontext. Man könnte also annehmen, dass der von Problemen gegeisselte Sub das Treffen absagt, wenn eine Session ihn überfordern würde. Tut er es nicht, sucht er vielleicht eine gewisse Erlösung durch das Erleben von emotionaler und physischer Dominanz und Härte. Mitgefühl für die Situation ist sicher angebracht, falls Sub sich zu seinem Problem äussert. Danach jedoch darf ein Übergang zu einer Session stattfinden.

In einer festen Partnerschaft ist das Dach, unter dem Femdom gelebt wird, meistens die Liebe. Das Gleichgewicht zu erhalten, zwischen FemDom und Sub und zwischen Frau und Mann, ist die eigentliche Herausforderung. Eine FemDom wird sich meistens, falls nötig, zugunsten ihrer Rolle als Partnerin etwas zurückziehen, um ihrem Sub in der Krise Halt und Sicherheit zu bieten. Sollte die FemDom über seine Befindlichkeit längerfristig hinweggehen, könnte dies fatale Folgen für die Beziehung haben. Ebenso gravierend kann es werden, wenn ihre Bedürfnisse über eine zu lange Zeit unbefriedigt bleiben. Die FemDom sollte für sich und ihre Bedürfnisse einstehen und im Gespräch mit ihrem Sub gemeinsame Lösungen finden.

Lustlosigkeit und innerer Druck

Ganz allgemein kann ein existentielles oder äusserst belastendes Problem zu einer schweren Krise des Subs führen. Es kann sein, dass die Lust auf BDSM und Sex generell vorübergehend verloren geht. Gleichzeitig wächst der innere Druck und sucht sich einen Weg, um abgebaut werden zu können. Ein Dilemma!

Zuerst einmal ist es wichtig, für den Partner da zu sein und ihn zu unterstützen. Männer neigen eher dazu, gar nicht erst viel über ihre Sorgen reden zu wollen. Auf jeden Fall kann ihm die FemDom ein offenes Ohr anbieten. Erzählt er ihr Genaueres, kann sie auf ihn und seine aktuelle Situation besser eingehen. Manchmal macht es Sinn, einfach direkt zu fragen, was man für den devoten Partner tun kann, um ihm beizustehen.

Gegen eine Session ist sicher nichts einzuwenden, jedoch nur dann, wenn die FemDom wirklich Lust dazu hat und der Sub sich darauf einlassen will und auch kann. Sicher ist es klug, den Sub in diesem Fall innerhalb der bekannten psychischen und physischen Grenzen zu fordern. Überforderung und Misserfolg könnten ihn zusätzlich frustrieren. Meistens ist ein masochistischer Sub offen für eine ordentliche Spankingsession, vielleicht um loslassen zu können und Druck abzubauen. Sollte der Sub glauben, dass die FemDom nur ihm zu Liebe eine Session einbaut, könnte es hingegen wieder kontraproduktiv sein. Die Lust und die Freude beider an BDSM sollte im Vordergrund stehen und etwas Abstand zum bestehenden Problem schaffen.

Den Sub nicht therapieren

Den Sub mit einer Session therapieren zu wollen, könnte für beide verhängnisvolle Folgen haben. Küchenpsychologie gründet sich auf Erfahrungen, Sichtweisen und eigene, manchmal auch unbewusste, Wertvorstellungen. Ohne professionellen Hintergrund könnte man versehentlich unerwünschte und heftige Reaktionen auslösen, welche zu einer weiteren Eskalation führen könnten. Probleme sollten deshalb stets ausserhalb der Sessions angegangen werden.

Es gibt keine finale Lösung

Gegenüber Schicksalsschlägen, grossen Sorgen und schwierigen emotionalen Befindlichkeiten, fühlt man sich als dominanter Part manchmal machtlos und das darf so sein! Anteilnahme und Rücksichtnahme sind in jedem Fall gute Begleiter. Letztlich gibt es in schwierigen Situationen keine finale Lösung. Zuviel hängt von den Persönlichkeiten ab, die zusammen agieren und auch von den Ursachen, welche die Krise ausgelöst haben.

herzlichst

Lady Rose

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