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Wunschzettelsub?

Die Bezeichnung Wunschzettelsub schwebt oft wie ein Damoklesschwert über Subs und Sklaven. Der gängige Ausdruck Wunschzettelsub, wie auch der englische Begriff Topping from the Bottom schieben den Sub fast augenblicklich ins Abseits. Das kann verheerend sein. Jeder Mensch und deswegen auch jeder Sub hat Bedürfnisse und Wünsche. Diese machen ihn nicht automatisch zu einem Wunschzettelsub. Unumgänglich ist es deshalb herauszukristallisieren, was einen Sub mit Wünschen zu einem Wunschzettelsub macht.

Jeder Sub hat Wünsche

Glücklicherweise hat jeder Sub Wünsche. Ein Sub ist weder ein Roboter noch einer Schaufensterpuppe. Fleisch und Blut, Herz und Verstand darf man voraussetzen und das ist gut so. Ein devoter Sub wünscht sich in erster Linie eine FemDom. Er sucht die Dominanz im Wesen seiner angebeteten Partnerin oder Spielpartnerin. Sein Wunsch wird es sein, sich ihr unterzuordnen und sich ihrer Führung hinzugeben. Ist er in seinem Charakter devot, sucht er sich ganz generell jemanden, dem er eher dienen kann, als selbst bedient zu werden.

Der noch so devote Mann hat dennoch Bedürfnisse jeglicher Art. Zudem hat er tausend kleine Wünsche, Vorstellungen und Fantasien, die in seinem Kopf Karussell fahren. Das ist eine ganz normale Erscheinung. Wünsche gehören zum Alltag eines jeden Subs.

Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden

Wünsche und Bedürfnisse sind definitiv nicht das Gleiche. Ein Sub sollte sehr gut unterscheiden können, zwischen Wünschen, welche schön wären, wenn sie sich gelegentlich erfüllen würden und Bedürfnissen, welche erfüllt werden müssen, um nicht innerlich zu verkümmern. Das Herausfiltern zwischen diesen beiden unterschiedlichen Qualitäten der Wünsche bedeutet Arbeit. Bei den Tipps auf dieser Homepage https://femdom-leben.net/herrin-finden/ kann ein Sub hilfreiche Wege entdecken, sich dessen bewusst zu werden. Danach sollte der Sub zumindest besser wissen, was er unbedingt braucht und worauf er ohne Schmerz und Pein verzichten kann.

Der zweite Punkt ist, dass ein Sub sich sicher sein sollte, dass er sich in der Rollenverteilung er Sub und sie FemDom wohl fühlt. Er muss diese Konstellation von ganzem Herzen wollen. Sub muss Vertrauen in seine FemDom haben, dass sie die Dinge richtig lenkt. Er muss innerlich überzeugt sein, dass seine Herrin sich auch seiner Bedürfnisse annimmt.  Er muss an seine FemDom glauben, dass diese ihn und seine Wünsche ernst nimmt. Er muss das Vertrauen haben, dass sie zur gegebenen Zeit das eine oder andere auch umsetzen wird, sofern die selben Wünsche in ihrem Wunschrepertoire auf die eine oder andere Art vorhanden sind. Er muss auch wissen, dass sie sich nicht verbiegen will und kann, alleine um ihn zufrieden zu stellen.

Sein grösster Wunsch sollte im besten Fall sein, seine Herrin glücklich zu machen. Ihre Wünsche zu erfüllen und sich ihrer Führung hingeben zu wollen, sollten in seinem Wunschdenken Priorität haben. Sein Augenmerk liegt auf Geben und nicht auf Nehmen. Ein solcher Sub wird sich für die Wünsche der FemDom wirklich interessieren. Er wird nicht von Klischees ausgehen, sondern versuchen, in den Gesprächen mehr über sie und ihre Bedürfnisse heraus zu spüren.

Aus diesem Verhalten lässt sich ableiten, ob man es mit einem Sub mit Wünschen zu tun hat, oder ob sich der Sub als Wunschzettelsub entpuppt.

Worauf ein Wunschzettelsub fokussiert

Der Wunschzettelsub fokussiert nicht auf die Femdombeziehung als solches. Meistens träumt er davon, dominiert und zu Dingen, die er sich wünscht, gezwungen zu werden. Seine Aufmerksamkeit liegt auf den Wünschen, welche er unbedingt erfüllt haben will. Er selbst und seine Wünsche stehen im Mittelpunkt des Geschehens.

Das lässt sich glücklicherweise sehr leicht erkennen. Die Formulierungen in Dategesuchen oder Anschreiben beinhalten in der Regel die Handlungen, die der Sub an sich erlebt haben möchte. Seine Wünsche werden akkurat und oft auch sehr detailliert aufgeführt. Je mehr die Wünsche im Vordergrund stehen, umso mehr rückt die FemDom in den Hintergrund. Oft schreit eine verzweifelte Suche nach sexueller Domination, Benutzung und Erfüllung geiler Fantasien aus den Texten eines Wunschzettelsubs heraus. Selbst wenn vordergründig Leckdienste und das sexuelle Verwöhnen der Herrin als Hauptwünsche deklariert werden, stellt sich heraus, dass es dabei auch nur um den Kick beim Sub geht. Letztlich sucht ein Wunschzettelsub nach einer Erfüllungsgehilfin, und das kann sein, wer gerade zur Verfügung steht.

Ein Wunschzettelsub interessiert sich nicht für die Wünsche der FemDom. Ihm reicht es zu wissen, dass sie dominant und/oder sadistisch ist. Das sind die Kriterien, die ihn sabbern lassen, da diese ihm zu vermitteln scheinen, endlich (kostenlos) auf seine Kosten zu kommen.

Topping from the Bottom

Diese Form des Wunschzettelsubs bedingt schon eine bestehende Femdombeziehung. Bei Topping from the Bottom versucht der Sub, seine FemDom immer wieder dahin zu manipulieren, dass sie umsetzt, was er sich wünscht. Er greift in das Geschehen mit ein, zum Beispiel in einer Session, und versucht die Führung zu übernehmen. Er versucht zu erreichen, dass die FemDom die Dinge genauso macht, wie es ihm sein Kopfkino vorschaukelt. Sein Verhalten ist innerhalb der Sessions nicht wirklich devot sondern fordernd. Er versucht auf diese Weise die Dominanz der FemDom zu untergraben und das Geschehen zu seinen Gunsten zu drehen. Er kann auch mit Reaktionen und Gefühlsregungen manipulieren, zum Beispiel mit beleidigt sein, wenn es nicht so geht wie er will. Das Ziel bei Topping from the Bottom ist, die FemDom in seinem Sinne zu formen.

Die Unsicherheit der Subs mit Wünschen

Natürlich führen die Bezeichnungen Wunschzettelsub und Topping from the Bottom dazu, devote Männer, welche keine Wunschzettelsubs sind, zu verunsichern. Kein Sub möchte als solcher bezeichnet werden. Das führt dazu, dass Subs sich manchmal zurückhalten und sich nicht trauen, ihre Wünsche zu äussern. Sie möchten unbedingt das Schimpfwort Wunschzettelsub vermeiden. Deshalb an dieser Stelle mit aller Deutlichkeit, Wünsche sind völlig in Ordnung! Nur Forderungen und unangebrachte Erwartungen sind für eine FemDom nicht tragbar.

Verpflichtung des Subs, Bedürfnisse und Wünsche zu äussern

Eine Femdom interessiert sich selbstverständlich für ihren Sub und seine Wünsche. Sie wird sich mit ihm zur gegebener Zeit über seine Wünsche und Vorstellungen unterhalten. Am Anfang einer möglichen Beziehung wird sie alles daran setzen, herauszufinden, ob eine Komptabilität besteht. Ohne diese wird sie sich nicht einlassen wollen. Sie muss das Gefühl haben, auf ihre Kosten zu kommen und genauso möchte sie wissen, ob er es mit ihr gut haben wird. Ist dies zu Anfang klar gelegt, ist deswegen noch längst nicht aller Tage Abend.

Der Sub ist verpflichtet, seine Herrin über sich selbst zu informieren. Sie muss wissen, welche Träume, Fantasien und Ängste ihn umtreiben. Das Leben ist immer im Wandel, so aber auch die Befindlichkeiten innerhalb eine Femdombeziehung. Kommen neue Aspekte beim Sub dazu, kann sie es nicht wissen, ohne seine Offenbarungen. Dazu kommt, dass jede FemDom auch eine Entwicklung mit ihrem Sub anstrebt, einen Weg gehen und Fortschritte sehen möchte. Sollte er von sich aus keine Äusserungen über sich und seine Bedürfnisse und Wünsche im Laufe dieser Entwicklung machen, könnte sie es als Desinteresse werten. Sie könnte Zweifel bekommen, auf dem richtigen Weg zu sein. Es könnte ihr aber auch langweilig werden. Gerade die Interaktionen in Bezug auf die unterschiedlichen Vorstellungen halten den Dialog lebendig und wach. Wünsche darf man als Impulse verstehen, welche das Zusammenspiel zwischen FemDom und Sub bereichern.

Nutzen für die FemDom

Wünsche können die FemDom anregen und ihre Fantasie ankurbeln. Sie können eine FemDom auf Möglichkeiten aufmerksam machen, welche noch nicht in ihrem Gesichtsfeld lagen. Horizonte können sich erweitern und neue Welten können ergründet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Wünsche des Subs eins zu eins erfüllt werden. Die Wünsche geben Impulse. Die FemDom kann daraus ihre eigenen Geschichten erfinden und in ihrer Manier Elemente auseinander nehmen und neu zusammen setzen. Sie choreographiert und inszeniert ihren persönlichen Femdomtanz so, dass es sie beflügelt und er am Ende ebenso glücklich ist.

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